Normandie

Reiserückblick Loire Schlösser und Normandie

Reiserückblick Loire Schlösser und Normandie

 

Sir Otto und des Buslenkers Begleitung Madam Timna laden Sie, unsere 17 Gäste des Hauses Edtbrustner, zu einer außergewöhnlichen Tour zu den entzückendsten Schlösser an der Loire und den geschichtlich niedergeschlagenen Landungsstrände der Normandie ein. Also nehmen Sie Platz in der königlichen Bus-Kutsche und genießen Sie die Fahrt nach Frankreich.

Da sich die Anfahrt doch etwas kilometerreich gestaltet, werden Sie bedient mit einer Auswahl an Erfrischungsgetränken, kulinarischen Spezialitäten der Heimat und an den 5-Uhr Tee wird natürlich auch gedacht, damit die Ankunft in Reims so königlich wie uns nur möglich von Dannen geht. Ein vorabendlicher Spaziergang zur architektonisch aller Europäer bekannten Kathedrale gibt einen ersten Eindruck was dem ehrenwerten Gast die nächsten Tage erwarten wird. Die Äugelein ganz schwer vom langen Tag, wird nach dem Abendessen bald schon das Gemach aufgesucht.

Die erste Königsstadt Orleans mit ihrer gotischen Kathedrale wartet um besichtigt zu werden. Das entzückende Hoffräulein Helga bringt uns die Stadt näher und erzählt von der tragischen Geschichte Johannas, die der Stadt die Freiheit schenkte, aber den Tot brachte. Nach dem Rundgang empfängt uns das prächtigste Renaissanceschloss: Chambord. Das größte Schloss in dieser Region fasziniert mit der doppelten Wendeltreppe des Genies Leonardo da Vinci.  Gesehen aber doch nie begegnet, führt die Treppe Sie bis auf das Dach. Die Größe lädt zum Staunen ein. Schon ein wenig erschöpft vom ersten Besichtigungstag wird im Hotel noch das Abendmahl vor dem Bettgang eingenommen.

Fräulein Helga nimmt uns früh morgens im Hotel in Empfang und führt uns zur Perle der Loireschlösser, zum Wasserschloss Chenonceau. Wie der Name schon klingt, erwartet Sie dort bezauberndes. Über die Cher reicht ein langer Saal verbunden mit den Schlafräumen von Diana und Katharina von Medici, dem Salon von Ludwig und Franz und eine kleine aber feine Kapelle. Im Gegenzug zur Schönheit finden Sie im Schloss Clos Luce die einmalige Klugheit von Leonardo da Vinci. Besonders im Garten, wo seine Skizzen zur Realität werden, kommt man aus dem Staunen nicht raus. Zur Stärkung kutschiert uns Otto in das hübsche Städtchen Amboise, um nach einem kurzen Aufenthalt die Stadt Tours zu erreichen. Wir begeben uns zur prächtigen Kathedrale, auf den Spuren des Heiligen Martin kommen wir zu seiner Grabstätte, vorbei an wunderschönen Fachwerkhäuser in der lebendigen Altstadt, einen mächtigen Baum und bei der Basilika beendet Helga den Fußmarsch nach der Besichtigung. Nach so einem informationsreichen Tag fällt einem der Weg ins Bett nicht mehr schwer.

Ein ganz und gar nicht ehrenwertes Verhalten beim Frühstückstisch bringt unseren bestohlenen Gast nicht aus seinem heiteren Gemüt und wir setzen die Reise fort. Beim Schloss Villandry ist es nicht nur die entzückende Innenausstattung, sondern viel mehr die gigantische Gartenlandschaft, die unsere Augen zum Strahlen bringen. Die Variation an Blumen, Gemüsebeet, Wasseranlage und Themengärten schaffen einen unvergesslichen Spaziergang. Haben Sie für längere Zeit wieder Platz in unserer Kutsche eingenommen, erreichen wir unser Hotel am Ärmelkanal in Saint Malo. Genießen wir das Abendmahl zeitlich früher und in einem Restaurant mit Blick auf das wellentreibende Meer, wird der Abendspaziergang zusammen mit Nathalie ausgeführt. Durch das Missgeschick meinerseits folgen wir rein ihrer Stimme zur Burg, durch die Altstadt, vorbei an der tanzenden Katze, zu Statuen berühmter Corsa in ständiger Begleitung der untergehenden Sonne am rauschenden Meer. Bleiben manche auf ein Nachtgetränk, nutzt mancher die Erfrischung des Meeres, suchen die anderen schon die Nachtruhe im Zimmer auf.

Prächtigst, Majestätisch, anfangs noch mit Nebelwolken umschlungen empfängt uns Mont Saint Michel. Ein Anblick dessen Adjektive ins Superlative reichen. Nach einer kurzen Fahrt mit einem örtlichen Wagen führt uns Magd Nathalie hoch hinaus. Das bürgerliche Volk füllt die Straßen. Den Anstieg ohne schwerwiegende Fauxpas geschafft, treten wir in eine Welt, die gar ein wenig mystisch scheint. Festungsanlage, Benediktinerkloster, sogar Gefängnis, diese Funktionen haben ihre Spuren hinterlassen. Dunkle Räume, dicke Wände, steile Treppen, Gebetsräume und Grabstätten bringen die Geister früherer Zeit zum Vorschein. Der höchste Punkt bei der Kathedrale bietet einen Ausblick auf die Weite des Meeres und der Sumpflandschaft. Nathalie gab uns Nathalie einen Einblick in das Leben auf Mont Saint Michel und erzählte vom Heiligen Michael, dem wir dieses Meisterwerk verdanken. Unsere Reise geht weiter und bringt uns in die nächste Stadt Cean. Im Restaurant um die Ecke werden wir kulinarisch verwöhnt. Gut geschmaust lässt es sich schnell schlafen und gut träumen.

Meine geehrten Damen und Herren in den letzten Tagen fühlten wir uns wie Prinzessinnen und Prinzen. Mit unserer persönlichen Kutsche besuchten wir die Schlösser an der Loire. Prunkvolle Gebäude, einladende Zimmer und entzückende Gärten. Aber nun sind wir in der Normandie, welche eine andere Seite der Geschichte zeigt. Wie fahren die Landungsstrände der Alliierten entlang. Löcher, die durch ständigen Bombenwurf entstanden, Schutzgräben unter der Erde, ein Meer an Kreuzer um den Gefallenen die letzte Ehre zu erweisen. Reste einer schrecklichen Zeit können nicht ansatzweise eine Vorstellung dieses dramatischen Tages geben. An der Küste entlang werden wie in diese Zeit zurückversetzt. Am Nachmittag wollen wir die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen und besuchen das Anwesen Breuil. Hier wird uns jener Vorgang, wie aus einem Apfel der berühmte Calvados entsteht, erklärt und anschließend ein Schluck für den feinen Gastes Gusta angeboten. Manche hätten einem längeren Aufenthalt nicht widersprochen. Doch ist es meine Aufgabe meine Gäste wieder gut und unversehrt und wenn möglich nicht allzu betrunken ins Hotel zu bringen.

Kaum zu glauben sind wir beim letzten Programmpunkt angekommen. Die Stadt Rouen lädt ui einem einzigartigen Stadtspaziergang ein. Schon die Kathedrale schafft einen unglaublichen Anblick. Vorbei an Fachwerkhäuser zum Massenfriedhof, das schiefe Haus von Rouen, die beeindruckende Uhr und der Platz, an dem Johanna am Scheiterhaufen ihr Leben ließ. Hatte unsere holde Stadtführerin nicht ganz unrecht, als Sie von der schönsten Stadt sprach. Steht nun ein langer Weg in unser Heimatland an. Zur Einstimmung stillen wir unseren Hunger mit „Wirschtl“. Ein Schönheitsschlaf muss auch noch sein, daher schließen wir in Metz nochmal unsere Äugelein und lassen im Traum die letzten Tage Revue passieren.

Schweren Herzens muss ich nun die letzten Worte zu dieser Reise finden. Waren es nicht nur heute, sondern auf die 8 Tage gesehen viele Kilometer und Stunden, die wir in guter Gesellschaft miteinander verbracht haben. Aber jede Reise muss einmal zu Ende gehen, sonst kann ja keine neue Beginnen. Ich hoffe sehr, dass wir wieder einmal gemeinsam einen wunderschönen und interessanten Fleck dieser sehenswerten Welt erkunden, denn Sie waren eine königliche Gemeinschaft. Stets pünktlich, heiter und interessiert. Es war Otto und mir eine Ehre ihnen zu dienen. Wir hoffen Sie konnten eine Auszeit nehmen und die Zeitreise genießen. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen weitere Freude am Reisen und vor allem Gesundheit und ein langes, glückliches, erfülltes und manchmal auch königliches Leben.

Autor

am Sep 18, 2017